Die Logopädinnen M. Sc. Marilena Cataldo (rechts) und B. Sc. Luisa Schroeder von der Schluckambulanz im SBK (Bild SBK)

Forum Initiative Schlaganfall im August

„Warum verschlucken sich Ältere öfter…“

Verschlucken kann kritisch werden, nach einem Schlaganfall ist neben vielen anderen Erscheinungen oft das Schlucken ein Problem. In der Schluckambulanz, die zur Neurologie im Schwarzwald-Baar Klinikum gehört, wird mit bildgebender Diagnostik der Schluckvorgang von Patienten untersucht. Man spricht von Dysphagie, von einer Schluckstörung. Jeder schluckt anders – der eine lieber über links, der andere über rechts. Im Alter wird es noch einmal etwas anders- es verändert sich die Skelettmuskulatur, es verändert sich der Geruchs- und Geschmackssinn, die Zähne, der Körperbau – die Muskulatur baut ab, man wird gebrechlicher und kraftloser und damit verändert sich auch das Schlucken, was allerdings altersphysiologisch ist. Hier spricht man nicht von einer Dysphagie, sondern von Schluckproblemen.

Marilena Cataldo: „Eine Schluckstörung ist in jedem Fall therapierbar. Natürlich gibt es Patienten, die auch nach einer Therapie nicht mehr wie früher Essen und Trinken können, aber die meisten können nach einer Therapie wieder voll oral ernährt werden. Die Diagnostik wird zeitnah durchgeführt, es gibt in unserer Schluckambulanz keine Wartelisten. Wir benötigen eine Krankenhauseinweisung und den Patienten. Die Therapie wird dann in den Ambulanten Praxen der Logopäden durchgeführt. Im Akutfall nach einem Schlaganfall sind wir aber zuständig. Symptome, die auf eine Schluckstörung hinweisen sind husten, räuspern, eine belegte oder eine „nasse“ Stimme (hier liegt Speichel oder auch Essen und Trinken auf den Stimmbändern)

Der kostenlose Vortrag findet für Schlaganfall-Betroffene und Angehörige am Montag, dem 18. August, um 14:30 Uhr im Hahn-Schickard-Institut in VS, Wilhelm-Schickard-Straße 10, statt. Parkplätze vor dem Gebäude sowie vor dem gegenüberliegenden Winkler Bildungszentrum können genutzt werden. Naheliegend sind Bushaltestellen. Weitere Informationen: Jürgen Findeisen (Tel.: 07728/91225) und unter www.die-initiative-schlaganfall.de