Schmerz – für dich habe keine Zeit
In Deutschland leben zirka 23 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Ihre Hoffnung auf Besserung sinkt nach jahrelangen Untersuchungen, Behandlungen und unzähligen Medikamenten. Hilfe zur aktiven Selbsthilfe bietet das Regionale Schmerzzentrum im Schwarzwald-Baar Klinikum mit Behandlungen der körperlichen, aber auch seelischen Beschwerden.

Für tiefere Einblicke hatte die Initiative Schlaganfall zum Vortrag „Schmerz – für Dich habe ich keine Zeit“ mit der Leitenden Ärztin Britta Steinbrecher am 16. Dezember um 14.30 Uhr eingeladen. Grundlegend ist für die Fachärztin, dass gut informierte Patienten nicht nur sehr viel über sich erfahren, sondern dadurch auch manches besser steuern können: „Bei der Schmerztherapie geht es uns als Interdisziplinäres Team um die Erläuterung von Zusammenhängen, guter medikamentöser Einstellung und aktiver Nutzung der nicht-medikamentösen Therapieverfahren. Unser Augenmerk liegt weniger auf der Diagnostik. Die meisten unserer Patienten hatten diese schon durch die Konsultation zahlreicher Ärzte von der ‚Locke bis zur Socke‘. Studien zeigen, dass eine nicht-medikamentöse Behandlung oft mehr bringt, als das Medikament selbst. Es geht um mehr Lebensqualität und bessere Belastbarkeit, damit eigene Ziele wieder ins Auge gefasst werden können“. In der Regel können Ärzte und Therapeuten den Patienten ihren chronischen Schmerz nicht wegnehmen, aber es besteht die Möglichkeit, dem Schmerz, gemeinsam mit dem Patienten die Stirn zu bieten, so dass dieser im Alltag an Bedeutung verliert.

Die Fülle an Informationen zum Thema Chronischer Schmerz hat uns veranlasst, diese in unserem Ratgeber Schlaganfall weiterzugeben.