Ist das schon Demenz oder nur Vergesslichkeit?
Das Gute: wir werden immer älter. Der Nachteil: Gedächtnis und Erinnerungsvermögen lassen oftmals nach. Dann stellt sich die Frage, ob man schnellstmöglich den Arzt aufsuchen sollte, weil vielleicht der Verdacht auf Demenz im Raum steht. Wie erkennt man, dass eine Demenz vorliegt, wie sicher ist eine solche Diagnose und was sind die Risiken für eine Demenz?
Prof. Kimmig: „Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol, Diabetes, Bluthochdruck, Depression und wenig soziale Kontakte sind die größten Risikofaktoren, an Demenz zu erkranken. Entsprechend kann man das Demenz-Risiko senken, wenn man sich gesund, vielseitig und ausgewogen ernährt, sich regelmäßig bewegt. Außerdem spricht vieles dafür, dass das Gehirn davon profitiert, wenn man es über das gesamte Leben hinweg durch Hobbysund den Umgang mit anderen Menschen fordert. Kurzum, Menschen, die sich körperlich und geistig fit halten, werden seltener demenzkrank. Man könnte sogar so bei 40% der Patienten eine Demenz verhindern“.
Andere Fragen, die sich stellen: Kann man bei regelmäßiger Kontrolle eher reagieren und wie sicher sind Diagnosen? Sind die Symptome bei jedem Patienten ähnlich und unterscheiden sich die Häufigkeit bei Frauen und Männern? Wann ist das kritische Alter für eine beginnende Demenz? Sind Frauen häufiger betroffen als Männer? Gibt es Hoffnung, dass neue Therapien – auch Medikamente – die Krankheit heilen können? Sind Beschäftigungsspiele und Gedächtnistraining förderlich? Hier kommt von Prof. Kimmig ein klares JA, aber Sie dürfen gespannt auf die anderen Antworten sein.
Der kostenlose Vortrag findet für Schlaganfall-Betroffene und Angehörige am Montag, dem 19. Januar um 14:30 Uhr im Erdgeschoss des Schwarzwald-Baar Klinikums im Saal Baden-Württemberg statt. Am Klinikum hält die Buslinie 1, außerdem bestehen Parkmöglichkeiten im Parkhaus und auf dem Parkplatz am Hotel Holiday Inn. Weitere Informationen: Jürgen Findeisen (Tel.: 07728/91225) und unter www.die-initiative-schlaganfall.de

